Toleranz und Musikunterricht – Eine Chance für Lernen und Wachstum

Latest Posts  •   1. Oktober 2018

“Das höchste Ergebnis der Erziehung ist die Toleranz.” ~ Helen Keller

Mehr denn je sind wir kulturellen Unterschieden ausgesetzt – sei es in der Schule, auf der Arbeit oder Zuhause. Menschen anderer Herkunft aufgeschlossen zu begegnen, ihre Perspektive einnehmen zu können und von ihnen zu lernen wird zu einer wichtigen Fähigkeit in einer (globalisierten) Welt ohne Grenzen. Tolerant zu sein bedeutet aber nicht nur, Menschen anderer Herkunft zu akzeptieren, sondern auch, bei Herausforderungen durchzuhalten und nicht gleich aufzugeben. Toleranz, also die Fähigkeit, andere zu verstehen, zu schätzen und mit ihnen zusammenzuarbeiten und auch in schwierigen und unangenehmen Situationen weiterzumachen, wird damit zu einer Kernkompetenz für ein erfolgreiches und glückliches Leben.

Denn eines ist klar, es wird immer Menschen geben, die anders denken und handeln, als wir es tun würden oder Situationen, die wir lieber vermeiden würden, statt uns ihnen mutig zu stellen.

Zum Beispiel auf der Arbeit, wo wir gegenüber unseren Kollegen oder Chefs tolerant sein müssen, um ein kooperatives Arbeitsklima zu erhalten. Oder als Selbständiger, wo wir auf unsere Kunden eingehen müssen und schon in der Schule, wo wir Menschen und Situationen begegnen, die uns manchmal gegen den Strich gehen. Inspiriert von Helen Kellers Zitat habe ich überlegt, welchen Beitrag die Modern Music School leistet.

Der Musikunterricht an unserer Schule bietet viele Möglichkeiten, Toleranz zu vermitteln und vorzuleben:

  • Im Gruppenunterricht erleben die Schüler hautnah wie wichtig es ist, Toleranz zu leben und das Wir-Gefühl zu stärken. Schließlich ist keiner gerne Teil einer Gruppe, die ihn nicht akzeptiert.

  • Indem Schüler verschiedener sozialer, religiöser und ethnischer Herkunft zusammen musizieren und sich über Musik austauschen, bauen sie Grenzen ab und interagieren mit Menschen, die sie sonst vielleicht nicht treffen würden.

  • Im Austausch über die eigene Lieblingsmusik erfahren die Schüler nicht nur mehr über sich selbst und ihre Weltanschauung sondern auch über die Weltsicht anderer. Dies erweitert ihren Horizont und fördert Toleranz.

  • Über die Auseinandersetzung mit Musik aus verschiedenen Kulturen und Traditionen lernen Schüler, dass manche Dinge (oder Menschen) gerade wegen ihrer Unterschiede schön und liebenswert sind.

  • Auf dem Weg zu mehr Toleranz werden soziale Fähigkeiten wie Zuhören, Empathie, Abwägen, persönlicher Einsatz, Aufmerksamkeit, Kommunikation, Kooperation und Verhandlungsfähigkeiten trainiert und entwickelt.

  • Wer auf der Bühne steht, lernt mit Stress umzugehen und Unvorhersehbares zu tolerieren.

  • Wer nach einem langen Arbeitstag nicht die Füße hochlegt, sondern noch 10 Minuten übt oder in den Proberaum fährt, bildet Toleranz, Willenskraft und Widerstandfähigkeit aus.

Tolerante Menschen erkennen, dass menschliche Unterschiede und Herausforderungen eine Bereicherung fürs Leben sind und nutzen sie als Chance für Lernen und Wachstum. Intolerante Menschen hingegen fürchten diese Unterschiede und verpassen dadurch viele tolle Möglichkeiten, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Sie meiden “unangenehme” Situationen, isolieren sich und bleiben in ihrer Entwicklung stecken.

Was wünschen Sie sich, mehr Toleranz und Möglichkeiten oder Intoleranz und Stagnation?

2020-04-27T11:31:30+00:00Oktober 1st, 2018|

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