5 Gründe, warum man im Erwachsenenalter ein Instrument lernen sollte

Latest Posts  •  20. Dezember 2021

Ganz klar, die Gründe, aus denen man im Erwachsenenalter beginnt, ein Instrument zu lernen, sehen oft anders aus als in jungen Jahren. Mit 14 träumt man vielleicht davon, mit der eigenen Band erfolgreich zu werden. Und für alle, die professionelle Musiker werden und auf den Bühnen der Welt stehen wollen, heißt es ganz eindeutig: je früher man anfängt, desto besser die Chancen. Aber auch von all den Kindern und Jugendlichen, die ihr Wunschinstrument lernen hat die große Mehrheit nicht unbedingt das Ziel, Rockstar zu werden. Wer die Musik liebt und einfach nur mittendrin sein möchte, für den gibt kein „falsches“ Alter. Um ein Instrument zu lernen, ist jedes Alter das richtige Alter. Wir hatten schon Schüler, die 80 Jahre alt waren, als sie begannen, ihr Instrument zu lernen und richtig viel Spaß hatten. Hier also meine fünf Gründe, aus denen ich jedem Erwachsenen, der mit dem Gedanken spielt, mit einem Instrument noch einmal etwas komplett Neues zu lernen, sofort dazu rate.

1. Es macht Spaß

Dazu muss eigentlich gar nicht viel gesagt werden. Es ist ein tolles Gefühl, etwas Neues zu lernen – egal, in welchem Alter. Es muss nur auf die richtige Weise geschehen. Damit jeder – ob alt oder jung – von Anfang an den richtigen Musikunterricht findet, bei dem auch die Motivation und der Spaß an der Sache aufrecht erhalten bleibt, empfehle ich immer gerne mein Buch 7 Dinge, die man wissen sollte, bevor man mit dem Musikunterricht beginnt.

Wer einen guten Musiktrainer hat, der nach einem vernünftigen Konzept unterrichtet, wird sich anhand kleiner Herausforderungen Schritt für Schritt an seinem Instrument verbessern – ohne lästiges Tonleitern rauf und runter leiern, sondern indem von Anfang an richtige Songs gespielt werden. Und das bringt jede Menge Spaß.

2. Es ist sozial

Machen wir uns nichts vor. Während es in jungen Jahren noch denkbar einfach war, neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen, wird dies mit zunehmendem Alter schwieriger. Viele Menschen bewegen sich in ihren festen Kreisen zwischen Arbeit und Familie – und das ist auch schön, aber manchmal vermisst man neuen Input. Nicht so, wenn man ein Instrument lernt. Die Begegnung mit einem Musiktrainer und Mitspielern kann der Start für zahlreiche neue Kontakte sein und nicht nur auf musikalischer, sondern auch auf menschlicher Ebene eine tolle Zeit bringen. Denn natürlich kann man nicht nur im Teenageralter seine eigene Band gründen und mit anderen zusammen spielen und vielleicht sogar eigene Songs schreiben.

3. Es ist gut fürs Gehirn

Für unser Gehirn kann guter Musikunterricht das leisten, was ein gutes Zirkeltraining für unseren Körper tut. Im Zirkeltraining geht es darum, von einem Trainingsgerät zum nächsten zu wechseln und dabei viele verschiedene Bereiche des Körpers zu trainieren und fit zu halten. Es gibt nur sehr wenige Aktivitäten, die dasselbe für das Gehirn leisten können – und ein Instrument zu lernen und zu spielen ist eine davon.

Kaum etwas trainiert unsere grauen Zellen so gut wie das Erlernen der Koordination von Gehirn und Körper beim Musizieren.

4. Es reduziert Stress

Diese Erfahrung hat sicher jeder schon einmal gemacht: Ob man in der Badewanne ruhige Musik hört oder in der Küche zum aktuellen Lieblingssong tanzt – Musik beeinflusst unsere Stimmung. Sie kann uns beruhigen oder ein Ventil zum Stressabbau sein. Diese Wirkung wird noch verstärkt, wenn man selbst die entsprechenden Melodien erzeugt. Sich mit einem Instrument hinzusetzen, ist eine gute Möglichkeit, Dampf abzulassen oder vollkommen zu entspannen und in der konzentrierten Tätigkeit zu versinken.

5. Die Wahl des Instruments bereichert die Persönlichkeit

Für einige Schüler, die im Erwachsenenalter an einer unserer Schulen noch einmal anfangen, ist das Lernen eines Instruments nichts Neues und sie haben schon in ihrer Kindheit Musik gemacht. Allerdings wurden sie damals oft mehr oder weniger gezwungen, ein bestimmtes Instrument zu lernen. Viele von uns werden zum ersten Mal mit dem Musizieren konfrontiert, wenn sie an einer Musikschule ihre erste Blockflöte in der Hand halten. Andere werden von ihren – oft überambitionierten – Eltern dazu gebracht, Klavier oder Geige zu lernen. Das verdirbt den meisten Schülern jeglichen Spaß an der Musik. Im Erwachsenenalter kann jeder selbst bestimmen, welches Instrument er lernen möchte. Und die meisten von uns wissen ganz genau, welches Instrument am besten zu ihnen und ihrer Persönlichkeit passt. Wer in der Jugend zur Blockflöte genötigt wurde, kann sich vielleicht viel besser am Schlagzeug ausdrücken und an den Drums so richtig loslassen und er selbst sein.

Also – mein Tipp an alle Erwachsenen, die überlegen, mit einem Instrument noch einmal etwas Neues zu lernen: Nicht lange nachdenken. Anfangen. ☺️ Ich wünsche auf jeden Fall viel Spaß dabei!

2021-12-20T12:30:00+00:00Dezember 20th, 2021|

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